Über das Weingut

Der Rheingau in jung und lebendig

Mitten im Rheingau, genauer in Eltville-Erbach, liegt das Weingut CRASS. Seit vielen Generationen beschäftigt sich die Familie mit dem Weinanbau, seit 2014 hat Matthias Craß die Führung übernommen. Und gleich für einige Veränderungen gesorgt: Der Betrieb zog in ein größeres Hofgut in der Nachbarschaft um. Hier und in der neu gebauten Vinothek trifft man sich, nicht nur zur Weinprobe: Die Räumlichkeiten werden auch für private Feste und Veranstaltungen zur Verfügung gestellt.

Das Weingut bewirtschaftet eine Rebfläche von etwa 5 ½ Hektar. Der größte Teil ist gebietstypisch mit Riesling und Spätburgunder bestockt. Doch auch Grauburgunder und Gelber Muskateller – eine Spezialität des Weinguts – werden angebaut. Matthias Craß arbeitet gerne mit unterschiedlichen Rebsorten, das Weingut CRASS kann ein breites Sortiment vorweisen. Dazu gehört seit einiger Zeit auch Frühburgunder, und da der Jungwinzer gerne experimentiert, möchter er es demnächst mit Edelsüßen versuchen.

Matthias Craß

Jungwinzer mit Dynamik und Herzblut

Wie seine Eltern fühlt sich Matthias Craß dem Rheingau verbunden. Und außerdem dem Bekenntnis zu absoluter Qualitätsarbeit – das ist er schon seiner Ausbildung schuldig! Den Anfang machte eine Lehr- und Gesellenzeit im renommierten Schloss Vollrads, darauf folgte eine dreijährige Ausbildung zum Weinbautechniker. Mit diesem Wissen arbeitete er als Kellermeister beim Rauenthaler Winzerverein, im Wein- und Sektgut Barth und im Schloss Reinhardtshausen und sammelten in diesen Jahren wichtige Erfahrungen.

Jetzt ist Matthias Craß wild entschlossen, das Familien-Weingut in die Rheingauer Weinelite einzuführen. Mit seinen beiden Premiumweinen Erbacher Siegelsberg Spätburgunder trocken und Erbacher Siegelsberg Riesling Spätlese ist ihm der erste Schritt bereits gelungen.

Historie

Familienweingut mit langer Weinbautradition

Die Geschichte des Weinguts CRASS begann vor fast 400 Jahren: Damals kam Hans Martin Crass in den Rheingau und ließ sich als Winzer und Gastronom in Erbach nieder. Seitdem widmet sich die Familie dem Weinbau. Und beeinflusst die Geschichte des Rheingaus: Jakob Ignaz Crass, Jahrgang 1824, war Erbacher Bürgermeister und machte als Weinkommissionär Rheingauer Weine weit über die Grenzen bekannt. 1873 erwarb Karl Crass für 100.000 Gulden eine Burg in Eltville zur gastronomischen Nutzung; bis heute trägt sie den Namen „Burg Crass“.
 
Über viele Generationen wurde die Weinbautradition des Weinguts CRASS aufgebaut und Erfahrungen weiter gegeben, so auch von Wolfgang Craß an seinen Sohn Matthias. Seit der Übernahme hat das Weingut in einem Erbacher Gutshof von 1637 seinen Sitz, einem Gebäude, das mit seiner historischen Bausubstanz sehr gut zum Weingut passt.

Arbeitsweise

Auch im Weinbau ist weniger mehr

Im Weingut CRASS wird großer Wert auf die Weinbergpflege gelegt. Vor allem bei der Lese: Der größte Teil wird per Hand geerntet, von geschulten Mitarbeitern, die selektiv vorgehen und schlechte Trauben direkt auslesen. Diese landen gar nicht erst in den Bütten und damit auf der Kelter. Dahin gelangt nur die einwandfreie Ernte, und zwar als vollständige Traube.

Im Keller gilt es dann, die Qualität der Lese möglichst vollständig zu erhalten. Matthias Craß setzt hier auf möglichst wenig Aktion, und wenn, dann zum richtigen Zeitpunkt. Er unterstützt seine Weine lediglich im Reifeprozess und bewegt sie so wenig wie möglich. Das Ergebnis sind Weine, die das Gebiet und die Lagen widerspiegeln, auf denen sie gewachsen sind.

Auszeichnungen

Zwei Rote Trauben und ein Landessieger für das Weingut CRASS

Gault Millau 2018 – 2 Trauben: »Es begann vor fast 400 Jahren: Hans Martin Crass ließ sich als Winzer und Gastronom in Erbach nieder. Ein bedeutender Nachfahre war Jakob Ignaz Crass, Jahrgang 1824, der sich als Erbacher Bürgermeister und Weinkommissionär um das Renommee der Rheingauer Weine verdient machte. Und Karl Crass erwarb 1873 in Eltville eine Burg zur gastronomischen Nutzung, die bis heute den Namen Burg Crass trägt. Nun also Matthias Craß. Bevor er 2014 das nur gut fünf Hektar kleine elterliche Weingut übernommen hat, war er Kellermeister im stattlichen Schloss Reinhartshausen. Daheim packte der ambitionierte Jungwinzer gleich richtig an und krempelte den Betrieb um: Er verlegte ihn in ein größeres Hofgut und baute gleich noch eine Vinothek dazu. Offenbar bringt er aber auch im Weinberg und im Keller zusätzlichen Schwung mit. Denn die Weine – größtenteils Riesling und Spätburgunder – sind straff und elegant, mit druckvoller Struktur und trotzdem frisch. Matthias Craß ist wild entschlossen, mit seinen Weinen zur Rheingauer Qualitätsspitze aufzuschließen. Mit dem saftigen Ersten Gewächs aus dem Erbacher Siegelsberg und dem fülligen Siegelsberg Alte Reben feinherb hat er einen guten Weg eingeschlagen. Die Trockenbeerenauslese aus dem Erbacher Michelmark ist große Oper: dicht, konzentriert, mit feiner Süße-Säure-Balance. Mit Recht stolz ist das Weingut auf seinen Gelben Muskateller. Probiert werden sollte auch der Grauburgunder – ein idealer Terrassenwein.«

 Eichelmann 2018 – 1½ Sterne: »… Nach dem guten Debüt im vergangenen Jahr reüssiert Matthias Craß auch dieses Jahr wieder mit klaren, animierenden Weinen. Schon der Literwein mit seinem saftig-frischen Charakter ist empfehlenswert, der Ortswein präzise und strukturiert, genau wie die substanzreichen, stoffigen Lagenweine. Der Hohenrain präsentiert sich cremig-würzig. Noch reifer und
dichter ist das Erste Gewächs aus dem Siegelsberg, es wird etwas Zeit zur Entwicklung brauchen. Ein grasiger Sauvignon Blanc und ein würziger, intensiver Grauburgunder fügen sich stimmig ins Bild. In diesem Jahr sind auch die fruchtigen Rieslinge beachtlich, die feinherben Rieslinge zeigen gutes Gespür für den Einsatz von Süße. Der eindrucksvolle Riesling von alten Reben ist kraftvoll, würzig und sehr lang, der fruchtige Kabinett herrlich zupackend, auch die milde saftige Spätlese weiß zu gefallen. Die reintönige Trockenbeerenauslese aus 2015 setzt der Kollektion die Krone auf..«
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Vinum 2018 – 2 Sterne »Mit Matthias Craß geht’s im Weingut beständig aufwärts. Die neue Vinothek bietet einen guten Rahmen zur Präsentation der breiten Rebsortenpalette. Wie dem Gelben Muskateller. Nach Holunderblüten duftend, ist er cremig am Gaumen mit Noten von Melone. Von den Sauvignon Blancs ziehen wir die im Stahltank ausgebaute Variante vor: intensive Aromatik von Kiwi bei gut balancierter Säure. Die Premiumweine – wie auch das Große Gewächs aus dem Siegelsberg – wurden zu Teilen in neuen Fässern ausgebaut. Sie sind kraftvoll, extraktreich mit guter Struktur und sind zur Lagerung bestimmt. Jung verkostet ist der Holzeinsatz noch sehr präsent. Die elegante Trockenbeerenauslese aus der Lage Michelmark ist geschliffen mit kandierter Ananas. Die Rotweine waren bis zum Redaktionsschluss leider noch nicht gefüllt.« Mehr Infos (Download pdf)

Vinum 03/2017 »Crass ist nicht nur der Name des Rheingauers mit viniologischem Stammsitz in Eltlville-Erbach. Auch der Senkrechtstart, den der Mittdreissiger seit der Weingutsübernahme 2014 hingelegt hat, lässt aufhorchen. Bereits eine Traube im aktuellen »Gault & Millau« konnte der ausgebildete Weinbautechniker für seine Ersten Gewächse aus dem Siegelsberg abgreifen. Sein honiggelber 2014er Riesling Alte Reben überzeugte auch VINUM durch animierenden Kräuterduft und pikant ausgereifte Säure. Kellermeister-Erfahrung sammelte Matthias Craß auf Schloss Reinhardtshausen und beim Sektspezialisiten Barth. Das aufgesogenen Know-how packt er auf seinen sieben Hektar neben den Hauptsorten Riesling und Spätburgunder in Grau- und Frühburgunder und Sauvignon Blanc. Talent für Rote zeigt er mit rauchigem Bouquet im Pinot Noir und in einem seidigen Merlot mit feiner Säureader. Merlot im Rheingau-Stil: krass.«

10 Goldmedaillen bei der diesjährigen Hessischen Landesweinprämierung für das Weingut CRASS. Der 2016er Erbacher Siegelsberg Riesling Alte Reben wurde sogar zum Landessieger in der Kategorie Riesling feinherb gewählt. Auch die 2016er Riesling Spätlese aus dem Erbacher Siegelberg gehört zu den Top 5 der fruchtsüßen Rieslinge im Rheingau.

Öffnungszeiten Vinothek
Donnerstag 14.00 – 18.00 Uhr
Freitag 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag 11.00 – 18.00 Uhr
oder nach Vereinbarung